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Internationaler Fusionsreaktor wird allem Anschein nach in Frankreich gebaut

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Internationaler Fusionsreaktor wird allem Anschein nach in Frankreich gebaut

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Im Streit um den Standort des internationalen Fusionsreaktors ITER steht die endgültige Entscheidung an. Am Dienstag wird bei einem Treffen der sechs an dem Projekt beteiligten Partnerländer in Moskau eine Einigung erwartet. Im erbitterten Kampf zwischen Frankreich und Japan gilt es nun als wahrscheinlich, dass Japan auf einen Standort für ITER auf seinem Staatsgebiet verzichten wird – dies jedoch nicht ohne bedeutende Zugeständnisse. So wird Japan nur 10% der Baukosten für den Fusionsreaktor tragen müssen, die EU 50%. Tokio wird außerdem die Leitung des Projektes übernehmen, das nun allem Anschein nach im südfranzösischen Cadarache beheimatet sein wird. Die EU, Russland, China, Japan, die USA und Südkorea sind an dem Projekt beteiligt, mit dem versucht werden soll, die Kernfusion der Sonne nachzubilden. ITER soll zeigen, dass es physikalisch und technisch möglich ist, durch Kernverschmelzung Energie zu gewinnen.