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Iran: Ahmadinedschad schlägt versöhnliche Töne an

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Iran: Ahmadinedschad schlägt versöhnliche Töne an

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Der künftige Präsident des Iran, Mahmud Ahmadinedschad, ist Besorgnissen des Westens über einen möglichen außenpolitischen Konfrontationskurs seines Landes entgegen getreten. Der 49-jährige bisherige Bürgermeister von Teheran kündigte an, er werde am umstrittenen Atomprogramm seines Landes festhalten. Die Verhandlungen darüber mit der Europäischen Union würden aber unverändert fortgesetzt, versicherte der als ultrakonservativ geltende Ahmadinedschad. Er versprach eine Regierung der Mäßigung und der Toleranz in dem politisch, sozial und wirtschaftlich zutiefst gespaltenen Land formen zu wollen. Im deutsch-iranischen Verhältnis setzt der bislang außenpolitisch unerfahrene Ahmadinedschad nach eigenen Worten auf gegenseitige Fairness.

Der amerikanische Verteidigungsminister Donald Rumsfeld befürchtet unterdessen einen Bürgerkrieg im Iran. Ahmadinedschad sei kein Freund von Demokratie und Freiheit, so Rumsfeld. Er glaubt, dass die jungen Iraner und die Frauen die Politik Ahmadinedschads unannehmbar finden werden. Rumsfeld schloss sich der internationalen Kritik an der Rechtmäßigkeit des Urnengangs im Iran an und sprach von einer “Maskerade”.