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Israel wegen Abzugsplänen vor Zerreißprobe

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Israel wegen Abzugsplänen vor Zerreißprobe

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Die Gegner der israelischen Abzugspläne aus dem Gazastreifen haben in Jerusalem für ein Verkehrschaos gesorgt. Ausgestattet mit orangeneun Fahnen und Schleifen, Symbole des Widerstandes, blockierten sie mehrere Fahrstreifen und riefen ihre Landsleute auf, die Rückzugspläne der Regierung nicht zu akzeptieren. Die Stimmung kurz vor den von der Regierung angekündigten Siedlungsräumungen droht zu eskalieren. Während eines Treffens mit dem Präsidenten des Europaparlaments Josep Borrell bekräftigte der stellvertretende israelische Ministerpräsident Shimon Peres das Festhalten an den Abzugsplänen. “Jüdische Siedler haben keine Zukunft im Gaza-Streifen. Sie müssen die Siedlungen verlassen, so hat es die Regierung beschlossen.” Israel will 21 jüdische Siedlungen im Gazastreifen sowie vier weitere kleine Siedlungen im Westjordanland räumen. Größere Wohngebiete im Westjordanland sollen ausgebaut und besser miteinander verbunden werden. Unterdessen haben Siedler und Demonstranten im südlichen Gazastreifen einen neuen Stützpunkt errichtet. Die unbewohnten Häuser waren gestern von israelischen Bulldozern zerstört worden. Dabei wurden 10 Zivilisten und 10 Soldaten leicht verletzt. In der Nacht waren die Siedler in die demolierten Häuser zurückgekehrt.