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Israelisches Gericht verurteilt Soldat

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Israelisches Gericht verurteilt Soldat

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Ein israelisches Militärgericht hat einen Angehörigen der Streitkräfte wegen Totschlags verurteilt. Der Soldat hatte vor zwei Jahren einen tödlichen Schuss auf einen britischen Friedensaktivisten abgegeben. Der Vater des Verstorbenen und dessen Anwälte waren bei der Urteilsverkündung anwesend. Zudem habe er sich der Behinderung der Justiz und falscher Aussagen schuldig gemacht, so das Gericht. Er hatte in dem Prozess erklärt, er habe den 22-jährigen Briten für das Betreten eines Sperrgebietes eine Lektion erteilen wollen und neben den Kopf des Mannes gezielt. Der verurteilte Soldat reagierte auf den Richterspruch mit einem Wutausbruch. “Wir befürchten, dass es ein unausgesprochenes Gesetz innerhalb der israelischen Armee gibt, das Zivilisten praktisch zu Freiwild erklärt”, sagte der Vater des Verstorbenen. Damals traf den Briten in Rafah eine Kugel in den Kopf. Er fiel in ein Koma und starb neun Monate später.