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Nach brutalem Überfall: Tschetschenischer Präsident verspricht Aufklärung

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Nach brutalem Überfall: Tschetschenischer Präsident verspricht Aufklärung

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Der tschetschenische Präsident Alu Alkhanov hat nach Dagestan geflohenen Bewohner um Rückkehr gebeten. Die mehr als 1000 Anwohner hatten Anfang Juni ihr Dorf in Tschetschenien nach einem Überfall verlassen. Sie machen unter russischem Kommando stehende tschetschenische Milizen dafür verantwortlich. Bei seinem Besuch in Dagestan versprach Alkhanov eine vollständige Aufklärung des Vorfalls und sagte, so etwas werde nie wieder vorkommen.

Das betroffene Dorf liegt an der Grenze zu Dagestan. Bei dem Überfall waren 11 Menschen entführt und eine Person getötet worden. Aus Angst vor weiteren Übergriffen kehrten die Anwohner bisher nicht in ihr Dorf zurück. Die russische Seite wies bisher jede Verantwortung für die Entführung zurück und beschuldigte stattdessen tschetschenische Rebellen. Menschenrechtsgruppen werfen den russischen Truppen jedoch seit langem ähnliche Vergehen vor.