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Spannung in Galicien

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Spannung in Galicien

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In der autonomen spanischen Region Galicien hängt das politische Überleben des konservativen Ministerpräsidenten Manuel Fraga Iribarne am seidenen Faden. Denn nach Auszählung der einheimischen Stimmen konnte der 82-jährige Spitzenkandidat der spanischen Volkspartei PP keine Mehrheit auf sich vereinen. Nun entscheiden die Stimmen der mehr als 300.000 im Ausland lebenden Galicier darüber, ob Fraga nach fast 25 Jahren an der Macht das Zepter abgeben muss. Ihre Wahlzettel sind aber erst am 27. Juni ausgezählt. Nur mit ihren Stimmen könnte die PP unter dem ehemaligen Franco-Minister Fraga ihre Macht behalten. Abhängig vom Wahlergebnis unter den Auslands-Galiciern wäre auch eine Koalition von Sozialisten und Nationalisten möglich. Eine Abwahl der Konservativen unter Fraga käme einem politischen Erdbeben gleich und würde die in Madrid abgewählt Partido Popular weiter schwächen. Die Opposition erhofft sich von einem Wechsel in Santiago de Compostella eine Verhandlungslösung mit der Untergrundorganisation ETA sowie eine weitere Aufarbeitung der Franco-Diktatur.