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Europa stöhnt unter der Hitzewelle: Italien entwickelt Notfallplan

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Europa stöhnt unter der Hitzewelle: Italien entwickelt Notfallplan

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Aufgrund der extremen Temperaturen in Italien hat der italienische Gesundheitsminister Francesco Storace einen Notfallplan entwickelt, um vor allem ältere Menschen zu schützen. Im letzten Hitzesommer 2003 waren mehr als 6000 Italiener an den Folgen der extremen Temperaturen gestorben. “Wir sind alarmiert”, sagte Storace. “Diese Maßnahmen sind bei dieser außergewöhnlichen Hitze absolut notwendig und nach den negativen Erfahrungen 2003 müssen wir versuchen, die Bevölkerung so gut wie möglich zu schützen.”

Unter anderem sieht der Notfallplan vor, dass Sozialhelfer in den italienischen Metropolen gezielt Hausbesuche bei älteren Menschen machen und ihnen Tipps geben, wie sie sich bei den heißen Temperaturen am besten verhalten. Auch eine Notfall-Hotline wurde eingerichtet.

Viele Notaufnahmen in italienischen Krankenhäusern sind überfüllt und immer wieder bringen Sanitäter neue Hitzeopfer. Die meisten von ihnen leiden an Atmungsproblemen oder Herz-Kreislauf-Störungen. Rund eine Million Italiener sind nach Schätzungen des Gesundheitsministeriums in akuter Gefahr. Aber auch in anderen europäischen Ländern steigen die Temperaturen, so etwa im französischen Bordeaux, wo die Quecksilbersäule bis auf 38 Grad kletterte. Die französische Regierung hat vor allem im Westen des Landes strikte Vorschriften erlassen, um Wasser zu sparen. In Spanien und Portugal wurden bis zu 40 Grad gemessen. In Deutschland erwarten die Meteorologen in den nächsten Tagen ähnliche Temperaturen.