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Machtwechsel in Galicien: Volkspartei verliert absolute Mehrheit

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Machtwechsel in Galicien: Volkspartei verliert absolute Mehrheit

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In der spanischen Region Galicien wird künftig voraussichtlich eine Koalition aus Sozialisten und Nationalisten regieren. Nach Auszählung der Briefwahlstimmen steht fest, dass die bislang regierende Volkspartei die absolute Mehrheit um ein Mandat verfehlt hat. Sie erhält laut offiziellem Endergebnis 37 von 75 Sitzen im Regionalparlament. Die Sozialisten gewannen 25, die Nationalisten 13 Mandate.

Die autonome Region Galicien ist eine der ärmsten Gegenden Spaniens. Hunderttausende Galicier sind vor allem nach Südamerika ausgewandert. Ihre Stimmen entschieden erst über das endgültige Wahlergebnis.

Neuer Ministerpräsident wird aller Voraussicht nach der Sozialist Emilio Perez Tourino. “Dies ist eine Zeit des Aufbruchs”, sagte er in einer ersten Reaktion auf das endgültige Wahlergebnis, “und ich hoffe, dass alle Menschen in Galicien daran teilnehmen. Es ist eine Zeit der Hoffnung auf eine bessere Zukunft für die Region.”

Der bisherige Regierungschef Manuel Fraga hatte Galicien seit 16 Jahren regiert. Er räumte nun seine Niederlage ein. In der Vorwoche hatte Frage noch darauf gehofft, dass ihm die Briefwahlstimmen doch noch die absolute Mehrheit sichern könnten.