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Nahost: Siedlerproteste in Jerusalen und Gazastreifen

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Nahost: Siedlerproteste in Jerusalen und Gazastreifen

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Tausende Gegner der israelischen Abzugspläne aus dem Gazastreifen haben in Jerusalem für ein Verkehrschaos gesorgt. Ausgestattet mit orangefarbenen Fahnen und Schleifen, Symbole des Widerstandes, blockierten sie mehrere Fahrstreifen und riefen ihre Landsleute dazu auf, die Rückzugspläne der Regierung nicht zu akzeptieren. Israel will die 21 jüdischen Siedlungen im Gazastreifen sowie vier weitere kleine Siedlungen im Westjordanland ab Mitte August räumen. Grössere Siedlungen im Westjordanland sollen dagegen ausgebaut und stärker miteinander verbunden werden.

Die Stimmung kurz vor den Räumungen ist angespannt. Effi Eitam, rechtsorientierter Knesset-Abgeordneter, ist ein entschiedener Gegner des Abzugs: “Wir versuchen das öffentliche Leben zum Stillstand zu bringen. Die Bevölkerung und die Knesset sollen den furchtbaren Räumungsplan überdenken, der Demokratie und Einheit in Israel zerstören kann” Unterdessen haben Siedler und Demonstranten im südlichen Gazastreifen einen neuen Stützpunkt errichtet. Die unbewohnten Häuser waren am Sonntag von israelischen Bulldozern zerstört worden. Dabei wurden 10 Zivilisten und 10 Soldaten leicht verletzt. Nach der Räumung waren die Siedler in die demolierten Häuser zurückgekehrt.