Eilmeldung

Eilmeldung

"Die Opfer sind gerechtfertigt": Bush verteidigt seine Irak-Politik

Sie lesen gerade:

"Die Opfer sind gerechtfertigt": Bush verteidigt seine Irak-Politik

Schriftgrösse Aa Aa

US-Präsident George W. Bush hat die Amerikaner hinsichtlich seiner Irak-Politik zur Zuversicht aufgerufen. Der Irak sei der Sitz von Terroristen, sagte Bush in einer Grundsatzrede vor Soldaten in Fort Bragg im US-Bundesstaat North Carolina. Daher sei der US-Kurs nach wie vor richtig – Amerika habe seine Lektion aus den Anschlägen des 11. September gelernt.

“Die Aufgabe im Irak ist schwierig und gefährlich”, so der US-Präsident. Wie die meisten Amerikaner sehe auch er die Bilder von Gewalt und Blutvergießen: “Diese Bilder sind schrecklich und das Leid ist real. Inmitten all dieser Gewalt weiß ich, dass viele Amerikaner fragen, ob die Opfer wirklich gerechtfertigt sind. Aber sie sind es wert und es ist lebenswichtig für die künftige Sicherheit unseres Landes.” Einen Zeitplan für einen Truppenabzug wollte Bush weiterhin nicht nennen. Ein Abzug wäre ein falsches Signal an die Iraker, die US-Truppen und vor allem an die Terroristen, sagte der US-Präsident. Die US-Soldaten würden im Irak bleiben, bis ihre Aufgabe erfüllt sei. Offizieller Anlass der Rede des US-Präsidenten war der erste Jahrestag der Mahtübergabe im Irak. Vor einem Jahr hatte die US-Besatzungsverwaltung die Macht in dem islamischen Land an die Übergangsregierung übergeben. Allerdings wollte Bush mit seiner Ansprache wohl auch der sinkenden Zustimmung in den USA für seinen Irak-Kurs begegnen. Immer mehr Amerikaner halten laut aktuellen Umfragen den Irak-Krieg für einen Fehler und zweifeln am Erfolg des Einsatzes.