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Negative Reaktion im Irak auf Bushs Grundsatzrede

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Negative Reaktion im Irak auf Bushs Grundsatzrede

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Bushs Äußerungen wurden von den Menschen im Irak eher negativ aufgenommen. Sie sehen in der anhaltenden Stationierung amerikanischer Truppe in ihrem Land das eigentliche Problem für die Sicherheit des Irak.

“Bushs Rede hat den Irakern nichts gebracht. Er macht alles nur noch schlimmer”, findet Kasssim Kurban. “Bush geht von falschen Vorstellungen aus. Die Amerikaner beleidigen uns. Wir sind in der Lage, uns selbst zu regieren, jetzt nach der Wahl”, sagt Achmed Al-Jabiri. Nach Ansicht von Beobachtern hoffen gerade die Aufständischen, daß Bush keine Änderung an seiner Irakpolitik vornimmt. So triebe er ihnen die Iraker in die Arme, heißt es. Nur Stunden vor Bushs Grundsatzrede wurde der Alterspräsident des irakischen Parlaments bei einem Selbstmordanschlag getötet. Der 87jährige Scheich Dhari al-Fajadh, sein Sohn und zwei Leibwächter, die bei dem Anschlag ebenfalls starben, wurden am Mittwoch unter großer Anteilnahme der Bevölkerung in Raschidija zu Grabe getragen. Scheich al-Fajadh gehörte der wichtigsten schiitischen Partei, dem Obersten Rat für die Islamische Revolution im Irak an. Bei zwei weiteren Selbstmordanschlägen wurden zwei US-Soldaten getötet. Damit starben seit der Übertragung der Souveränität an die irakische Regierung mehr als 880 US-Soldaten.