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Rumänische Transsylvanien-Autobahn wird vorher nicht gebaut

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Rumänische Transsylvanien-Autobahn wird vorher nicht gebaut

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In Rumänien wird es vorerst nichts aus dem Bau der prestigeträchtigen Transsylvanien-Autobahn. Die US-Firma Bechtel stellte die Arbeiten ein, nachdem das Verkehrsministerium in Bukarest die Zahlungen verweigerte. Der Grund: Es habe keine öffentliche Ausschreibung gegeben und Bechtel sei fünf Mal teurer als ortsübliche Straßenbauer. Also fühlte sich die seit Ende 2004 amtierende konservatiev Regierung nicht länger an Abmachungen ihrer Vorgänger gebunden.

Die Autobahn sollte Brasov mit Bors an der ungarischen Grenze verbinden. Angesichts der derzeit mit EU-Mitteln gebauten parallelen Autobahn weiter südwestlich zwischen Pitesti und Curtici sei die Transsylvanien-Autobahn nicht prioritär, heißt es offiziell aus Bukarest. Das EU-Projekt ist der sogenannte vierte Korridor. Er soll Rumänien mit der übrigen EU verbinden – dies im Hinblick auf den geplanten Beitritt des Landes 2007. Nach Meinung von Experten reichen die 228 Autobahnkilometer Rumäniens nicht aus, um langfristig Touristen und Investoren anzulocken.