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Welle der gewalt im Irak ebbt nicht ab

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Welle der gewalt im Irak ebbt nicht ab

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Im Irak sind am Samstag bei zwei Selbstmordanschlägen mehrere Menschen getötet worden. Am Morgen war ein Attentäter im Zentrum Bagdads in eine Gruppe von Polizeirekruten gerannt. In ihrer Mitte zündete er seinen Sprengstoffgürtel und riss 20 Männer mit in den Tod. Mehr als zwanzig wurden zum Teil schwer verletzt. Es war bereits der zweite Anschlag auf dieselbe Polizeiwche.

Auch der zweite Anschlag richtete sich gegen die irakischen Sicherheitskräfte: Ein Mann rast südlich von Bagdad mit seinem Wagen in eine Polizeisperre und zündete einen Sprengsatz. Dabei kamen fünf Menschen ums Leben. Erst am reitag hatte es eine ganze Serie von Attentaten gegeben. Dabei war unter anderem ein Vertrauter des schiitischen Großajatollahs Ali Al-Sistani erschossen worden. Zu seiner Beerdigung am Morgen versammelten sich Tausende auf Bagdads Straßen. Allein im vergangenen Monat starben im Irak 430 Menschen durch Anschläge, mehr als die Hälfte davon waren Zivilisten.