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In Albanien sind die Parlamentswahlen bisher ohne Zwischenfälle verlaufen

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In Albanien sind die Parlamentswahlen bisher ohne Zwischenfälle verlaufen

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Das berichtete die zentrale Wahlkommission in der Hauptstadt Tirana. Die Abstimmung gilt als Test für die demokratische Reife des Landes. Doch die gewünschte Annäherung an die EU und die Nato wird nur möglich sein, wenn die Wahlen, anders als in der Vergangenheit, ohne den Vorwurf der Manipulation zu Ende gehen.

Der Ausgang des Urnengangs ist völlig offen. Der sozialistische Ministerpräsident Fatos Nano lag in den letzten Umfragen nur einen Prozentpunkt hinter dem früheren, demokratischen Ministerpräsidenten Sali Berisha. Beide Politiker bestimmen seit mehr als zehn Jahren die innenpolitische Szene Albaniens. Während Nano seinem Gegner vorwirft das Land 1997 in bürgerkriegsähnliche Zustände getrieben zu haben, beschuldigt Berisha Nano und einige seiner Minister der Korruption. Damit ist Berisha auf einer Linie mit dem dritten Kandidaten: Ilir Meta. Der frühere Sozialist könnte mit seiner neugegründeten Linkspartei LSI den Ausschlag für den Wahlausgang geben. Seiner Partei wurden 10 Prozent der Stimmen vorausgesagt. Meta hatte außerdem der Armut den Kampf angesagt. Immer noch muss jeder vierte Albaner mit weniger als 2 Euro pro Tag auskommen, die Arbeitslosigkeit liegt offiziell bei 14 Prozent. Mehr als 400 internationale Beobachter und 6000 Polizisten überwachen die heutigen Parlamentswahlen. Mit einem Endergebnis wird nicht vor morgen früh gerechnet.