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Schröder trifft Putin und Chirac in Kaliningrad

Der deutsche Bundeskanzler Gerhard Schröder ist am Sonntag in der russischen Ostsee-Enklave Kaliningrad mit den Präsidenten Russlands und Frankreichs, Wladimir Putin und Jacques Chirac zusammengetroffen. Bei den Gesprächen soll der am Mittwoch in Schottland beginnende G-8-Gipfel vorbereitet werden. Außerdem geht es um das iranische Atomprogramm und um die künftigen Beziehungen zwischen Russland und der EU. Der russische Präsident Putin meinte, es gehe vor allem darum, die nächsten Schritte im Aufbau der gegenseitigen Beziehungen zu besprechen, “der Beziehung zwischen Russland und Frankreich, Russland und Deutschland, Russland und Europa”. “Für uns ist es sehr wichtig, zu verstehen, was derzeit in Europa passiert”, sagte Putin, “und wie die Zusammenarbeit zwischen Russland und der EU auch hinsichtlich der künftigen Verfassung aussehen werden.”

Eigentlicher Anlass des Treffens sind die Feiern zur Gründung Kaliningrads, des ehemaligen Königsberg in Ostpreußen, vor 750 Jahren. Schröder ist der erste deutsche Regierungschef, der die russische Ostsee-Enklave besucht. Kaliningrad ist seit dem Zerfall der Sowjetunion räumlich von Russland getrennt und auf dem Landweg nur über Polen oder Litauen zu erreichen. Allerdings hatte Putin die Staatschefs der beiden Länder nicht zu den Jubiläumsfeierlichkeiten eingeladen, was auf scharfe Kritik gestoßen war.
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