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Türkei und Griechenland bauen gemeinsame Pipeline

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Türkei und Griechenland bauen gemeinsame Pipeline

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Ein Schritt zur Freundschaft zweier ehemals verfeindeter Nachbarn: Der griechische Ministerpräsident Kostas Karamanlis und sein türkischer Kollege Recep Tayyip Erdogan haben am Grenzfluss Evros den Startschuss für den Bau einer Gaspipeline gegeben, die die Erdgasnetze beider Staaten miteinander verbinden soll. Bei strömendem Regen trafen die Regierungschefs einander an einem symbolischen Ort: in der Mitte der Brücke zwischen den beiden Ländern. Erdogan sprach von einem “historischen Moment”, Karamanlis bezeichnete die Pipeline als wichtigen Energieknotenpunkt. Die rund 300 Kilometer lange Gasleitung zwischen dem türkischen Karacabey und dem griechischen Komotini soll im Jahr 2007 fertiggestellt sein und jährlich 3,5 Milliarden Kubikmeter Erdgas befördern. Die Baukosten werden auf 250 Millionen Euro geschätzt. Trotz der ungelösten Zypernfrage sowie Unstimmigkeiten hinsichtlich der Hoheitsrechte in der Ägäis versuchen Griechenland und die Türkei seit 1999, ihre Beziehungen auszubauen. Karamanlis nahm auch eine Einladung Erdogans zu einem offiziellen Besuch in Ankara an. Es wäre die erste Visite dieser Art seit 1959.