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Unbekannte haben in Bagdad den Gesandten Ägyptens entführt

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Unbekannte haben in Bagdad den Gesandten Ägyptens entführt

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Das bestätigte das ägyptische Außenministerium in Kairo. Nach Augenzeugenberichten wurde Ihab al-Scharif auf offener Straße überfallen, als er sich gerade eine Zeitung kaufen wollte. Die Täter sollen ihn als amerikanischen Spion bezeichnet haben. Der ägyptische Gesandte war erst seit Anfang Juni im Irak und sollte erster arabischer Botschafter seit dem Sturz Saddam Husseins werden. Unterdessen sorgt der Tod eines schweizerisch-irakischen Bürgers in Bagdad für Aufsehen. Der 49-jährige Salah Jmor war nach Angaben des US-Außenministeriums irrtümlich von einer amerikanischen Soldatin erschossen worden. Der Zwischenfall ereignete sich bereits am Dienstag, war aber erst jetzt bekannt geworden.

Der Cousin des Opfers glaubt nicht an einen Unfall. Wenn die Amerikaner Angst gehabt hätten, dass sich das Auto am Checkpoint in die Luft sprenge, hätten sie nicht direkt auf ihn sondern auf seinen Chauffeur gezielt. Die Vertreterin des Schweizer Außenministeriums sagte, man habe sich an die US-Vertretung im Irak gewandt und auch der Schweizer Botschafter in Washington habe sich eingeschaltet, um den Fall aufzuklären. Denn Jmor war nicht nur in seiner Wahlheimat politisch aktiv. Nach Schweizer Medienberichten sollte er im Irak in der teilautonomen Regierung der kurdischen Gebiete neuer Handelsminister werden.