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Intensive Lobbyarbeit vor Wahl der Olympiastadt 2012

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Intensive Lobbyarbeit vor Wahl der Olympiastadt 2012

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Wenige Tage vor der IOC-Entscheidung über die Olympiastadt 2012 hat sich der britische Premierminister Tony Blair in Singapur für den Bewerber London starkgemacht. Am Mittwoch will das Internationale Olympische Komitee in dem südostasiatischen Stadtstaat den Austragungsort der Sommerspiele 2012 bestimmten. Von den fünf Metropolen, die zur Auswahl stehen, gilt London nach Einschätzung von Beobachtern als wichtigster Herausforderer des Favoriten, und das ist seit langem schon Paris. Das französische Team unter Bürgermeister Bertrand Delanoé verzichtete inzwischen auf eine offizielle Beschwerde gegen London.

Ein britischer Delegierter hatte das Angebot kritisiert, was regelwidrig ist. Die Bewerber dürfen nur das eigene Angebot preisen, was Delanoé denn auch tat: Auch die anderen Städte seien attraktiv, sagte er, doch Paris sei nun einmal die beste. Am Mittwoch erhält er Verstärkung durch Staatspräsident Chirac. Die spanische Königin Sophia setzt sich für die Bewerbung Madrids ein, aber die spanische Hauptstadt gilt als Außenseiter, ebenso wie New York: Die Spiele in der US-Metropole Atlanta liegen erst elf Jahre zurück, und in New York gab es technische und rechtliche Probleme für die Planer, doch Bürgermeister Michael Bloomberg betonte, dass seine Stadt nicht dazu neige, früh aufzugeben: Sein Team habe sich nicht hingesetzt und geweint, sondern habe einfach einen anderen Plan vorgelegt.

Am Mittwoch tritt die IOC-Vollversammlung zusammen. Die Prozedur beginnt mit den Präsentationen der fünf Bewerber. Dann wird abgestimmt, möglicherweise in mehreren Wahlgängen: Erhält kein Kandidat die absolute Mehrheit, wird der mit den wenigsten Stimmen eliminiert … und so weiter … bis nur noch einer übrig ist.