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Parlamentswahl in Albanien ohne größere Zwischenfälle

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Parlamentswahl in Albanien ohne größere Zwischenfälle

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In Albanien ist ein neues Parlament gewählt worden. Größere Unregelmäßigkeiten oder Verstöße gegen das Wahlgesetz habe es – im Gegensatz zu früheren Urnengängen – nicht gegegeben, hieß es am Abend von der zentralen Wahlkommission. Albanische Medien berichten jedoch, daß ein Beamter erschossen wurde.

Die Wahlbeteiligung lag deutlich über den 56 Prozent von 2001. Insgesamt waren 2,9 Millionen Menschen aufgerufen, 140 Abgeordnete zu bestimmen. Die Wahl gilt als Test für die demokratische Reife des Landes. Albanien strebt eine Annäherung an die Nato und die Europäische Union an. Obwohl verlässliche Ergebnisse wegen des komplizierten Wahlsystems erst an diesem Montag erwartet werden, erklärten sich die beiden Favoriten Sali Berisha und Fatos Nano bereits während des Urnengangs zum Sieger. Bis zuletzt hatten die Demokraten unter dem früheren Präsidenten Berisha in den Meinungsumfragen gleichauf mit den Sozialisten des amtierenden Ministerpräsidenten Nano gelegen. Letztlich könnte alles von der neugegründeten Linkspartei LSI abhängen, der 10 Prozent der Stimmen vorausgesagt wurden. Bestimmende Themen des Wahlkampfes waren der Kampf gegen die Korruption und die Arbeitslosigkeit.