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Euro weiter im Rückwärtsgang - starke US-Wirtschaft stützt den Dollar

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Euro weiter im Rückwärtsgang - starke US-Wirtschaft stützt den Dollar

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Zinsspekulationen in den USA haben den Euro weiter unter Druck gesetzt. Die Gemeinschaftswährung fiel zum Dollar auf den tiefsten Stand seit 14 Monaten. Die EZB setzte den Referenzkurs bei 1,1883 Dollar fest. Im Handel notierte der Euro darunter. Noch zu Jahresbeginn hatte der Euro fast 1,34 Dollar gekostet. Die Märkte spekulierten auf weitere Zinserhöhungen in den USA, was Anlagen in Dollar attraktiver machen würde. Dagegen dürfte es in der Eurozone auf absehbare Zeit bei dem niedrigen Zinsniveau von derzeit zwei Prozent bleiben. Angesichts der Wachstumsschwäche steht die Europäische Zentralbank bei ihrer Beratung am Donnerstag eher unter Druck, die Zinsen zu senken.

In den USA bietet die Konjunktur gegenwärtig genau das umgekehrte Bild. Die Wirtschaft ist in Fahrt, der Internationale Währungsfonds geht für das laufende Jahr von einem Wachstum von 3,6 Prozent aus – doppelt so hoch wie in der Eurozone. Die Folge für den Devisenmarkt: Der Dollar wird weiter an Stärke zulegen – nicht nur gegenüber dem Euro, sondern auch gegenüber Yen, Pfund Sterling und Schweizer Franken. Die kräftige Erholung der US-Wirtschaft hilft damit auch indirekt der Eurozone. Denn der schwächere Euro verbilligt europäische Exporte und macht sie dadurch wettbewerbsfähiger. Teurer wird dagegen ein Urlaub in den USA.