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Olympia 2012: Fünf Kandidaten versprühen vor der Entscheidung Zuversicht

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Olympia 2012: Fünf Kandidaten versprühen vor der Entscheidung Zuversicht

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Das Rennen um den Austragungsort der Olympischen Spiele 2012 bleibt spannend. In Singapur sind am Dienstag die Repräsentanten der jeweiligen Bewerberstädte eingetroffen, so Frankreichs Staatspräsident Jacques Chirac. Er sei hier, um EINE Bewerbung zu unterstützen, sagte Chirac – und tatsächlich scheint Paris der aussichtsreichste Kandidat zu sein. Die französische Hauptstadt erhielt im Juni von der IOC-Evaluierungs-Kommission Bestnoten. Es ist bereits das dritte Mal, dass sich Paris um Olympia bewirbt. Die letzten Spiele richtete Frankreich im Jahr 1924 aus.

Allerdings will London auch noch ein Wörtchen mitreden. Premier Tony Blair erschien mit dem ehemaligen britischen Leichtathleten, Lord Sebastien Coe, und zeigte sich siegessicher: “Der Geist von London 2012 wird dem Geist der Olympischen Bewegung am besten entsprechen.” Das Bewerbungsdossier der Engländer war vom IOC sehr gelobt worden, nachdem die Briten bezüglich der Verkehrsinfrastruktur Verbesserungen vorgenommen hatten. Eine Stadt könnte vom Zweikampf zwischen London und Paris profitieren: nämlich Madrid, für das der spanische Ministerpräsident Jose Luis Rodriguez Zapatero nach Singapur reiste. Die Stadt verspricht ein umweltfreundliches Olympia – selbst die Bewerbungsunterlagen wurden auf Recyclingpapier gedruckt. Bloße Außenseiterchancen hat hingegen Moskau, dessen Bürgermeister Juro Luschkow dennoch Zuversicht versprühte. Er werde alles tun, um seiner Stadt zum Sieg zu verhelfen, meinte Luschkow. Allerdings bemängelte die Evaluierungs-Kommission das Fehlen eines detaillierten Finanzplanes, und Insider halten die Bewerbung der russischen Hauptstadt für ein bloßes Luftschloss. Und schließlich New York, in Singapur nicht nur durch Bürgermeister Michael Bloomberg, sondern auch durch Senatorin Hillary Clinton vertreten. “Die Zukunft ist immer überraschend”, sagte Clinton. “Hier sind wir, nicht ganz vier Jahre nachdem wir von Terroristen angegriffen wurden, und wir können heute sagen, dass New York DIE Stadt ist, um die Olympischen Spiele 2012 auszutragen.” Die New Yorker Bewerbung stand bis zuletzt auf wackeligen Beinen. Der geplante Bau des Olympiastadions im Westen Manhattans wurde aus politischen Gründen abgeschmettert, aber die Planer präsentierten schnell einen Vorschlag für ein Stadion in Queens. Erst in letzter Minute gab das IOC formal grünes Licht für die Beteiligung der US-Metropole. Für Spannung ist also vor der IOC-Abstimmung gesorgt – und ein wenig Geduld ist noch vonnöten: Am Mittwoch wird IOC-Präsident Jacques Rogge dem Warten ein Ende machen und den endgültigen Austragungsort der Olympischen Sommerspiele 2012 bekannt geben.