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Privates Maueropfer-Mahnmal in Berlin beseitigt

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Privates Maueropfer-Mahnmal in Berlin beseitigt

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Das umstrittene Mahnmal für die Opfer der Berliner Mauer ist beseitigt worden. Am frühen Morgen sperrten Polizisten das Gelände am Checkpoint Charlie ab; dann begannen Bauarbeiter damit, die 1065 Holzkreuze und das nachgebaute Mauerstück zu entfernen. Mehrere ehemalige DDR-Häftlinge hatten sich zuvor an Kreuze gekettet. Jedes der Kreuze trägt den Namen eines Maueropfers. Die Besitzerin des Museums am Checkpoint Charlie hatte das Mahnmal auf einem gepachteten Nachbargrundstück errichtet – als befristete Aktion. Nach Vertrags-Ende weigerte sie sich, Mauerstück und Kreuze abzubauen. Daraufhin ordnete ein Gericht die Räumung an. Im Gedenkkonzept des Berliner Senats spielte das private Mahnmal am Checkpoint Charlie keine Rolle. Die offizielle Gedenkstätte für die 1961 errichtete Mauer liegt in der Bernauer Straße. Dort ist ein Original-Teilstück der Sperranlage erhalten – die nach dem 9. November 1989 aus dem Stadtbild verschwand.