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Schröder vor G8-Gipfel optimistisch

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Schröder vor G8-Gipfel optimistisch

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Im schottischen Gleneagels sind die Teilnehmer des G8-Gipfels eingetroffen. Im Zentrum des Treffens der sieben führenden Industrienationen und Russlands steht die Hilfe für den afrikanischen Kontinent und das Thema Klimaschutz. Der britische Premierminister Tony Blair strebt neben einem Schuldenerlass von rund 45 Milliarden Euro für die ärmsten Länder Afrikas in den nächsten 40 Jahren eine Verdopplung der staatlichen Entwicklungshilfe bis 2010 an.

US-Präsident George W. Bush hatte zuvor bei einem Besuch in Dänemark betont, korrupte Regime hätten keinen Anspruch auf internationale Hilfe. Vor allem rechtsstaatliche Länder, in denen die Hilfe der Bevölkerung zu Gute kommt, müssten belohnt werden, so Bush. Ob diese Initiativen bei allen Gipfelteilnehmern auf Akzeptanz stoßen werden, bleibt abzuwarten. Vor Beginn des Gipfels zeigte sich der deutsche Bundeskanzler Gerhard Schröder optimistisch, dass es noch zu einer Einigung der G8 auf eine Ausweitung der Afrika-Hilfe kommt. Es sei davon auszugehen, dass der weit reichende Schuldenerlass auf dem Gipfel “abgesegnet” werde, so Schröder. Der deutsche Regierungschef will außerdem die Preisspekulationen auf den Ölmärkten zum Thema machen, sowie eine stärkere Transparenz bei den hochspekulativen Hedge-Fonds. Am Gipfeltreffen nehmen neben den G8-Ländern auch Staats- und Regierungschefs aus Afrika sowie aus Schwellenländern wie China, Indien und Brasilien teil. Der nächste G8-Gipfel soll 2006 in Russland stattfinden und die Energiepolitik zum Hauptthema haben.