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Unwetter im Anmarsch: Rohöl wieder teurer

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Unwetter im Anmarsch: Rohöl wieder teurer

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Es ziehen dunkle Wolken auf über den Rohöl-Märkten. Die Furcht vor dem Wirbelsturm Dennis, der an diesem Wochenende über den Golf von Mexiko fegen soll und zu Produktionsausfällen führen könnten, lässt die Ölpreise erneut steigen. Das Barrel der Nordseesorte Brent notierte in London knapp unter 60 Dollar. Anfang des Jahres kostete es noch 39 Dollar 15. In der vergangenen Woche hatte der Ölpreis wegen der Sorge vor Lieferengpässen mit 61 Dollar einen Rekordhoch erreicht. Die Sorgen der Weltwirtschaft aufgrund des nicht enden wollenden Höhenflugs des Ölpreises sollen auch auf dem G-8-Gipfel in Schottland Thema sein. In ihrem Abschlussbericht wollen die Staats-rund Regierungschefs klare Informationen über die Rohölreserven fordern. US-Präsident George W. Bush, der zuvor zu Besuch in Dänemark war, kündigte an, auch alternative Energiequellen ins Auge zu fassen. “Die Vereinigten Staaten müssen sich aufgrund nationaler Sicherheit und wirtschaftlicher Stabilität umstellen: Weg von fossilen Brennstoffen. Wir entwickeln dahingehende Strategien. Ich kann es kaum abwarten, mich darüber mit meinen G8-Freunden auszutauschen”, sagte er. Die OPEC hatte kürzlich angekündigt, die Förderung zu erhöhen, wenn der Rohöl-Preis die 60-Dollar-Marke wieder übersteigen würde. Dass Rohöl und damit das Benzin gerade zu Beginn der Sommerferien wieder teurer werden, dürfte vielen Europäern die Fahrt in den Urlaub versalzen.