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US-Präsident Bush erstmals in Dänemark

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US-Präsident Bush erstmals in Dänemark

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Der rund 20-stündige Besuch gilt als Anerkennung George W. Bushs für das dänische Engagement im Irak-Krieg. Ministerpräsident Anders Fogh Rasmussen und seine mitte-rechts Koalition gehören zu den engsten Verbündeten der USA. Dänemark hat 530 Soldaten im Irak stationiert. Ein Gespräch der beiden Politiker ist für Mittwochmorgen angesetzt. Dabei dürfte es auch ums Geschäft gehen. Dänemark will bei den Amerikanern neuer Militärflugzeuge bestellen.

Am Abend begleitete Rasmussen seinen Gast und dessen Frau Laura nur von Kopenhagen zum Fredensborg-Palast. Dort erwartete ihn bereits Königin Margarete II. Für den Besuch sind rund 2000 Polizisten abgestellt. Der Luftraum über der Hauptstadt wurde komplett gesperrt. Bereits vor der Ankunft des Präsidenten demonstrierten rund 250 Menschen aus der autonomen Szene vor der US-Botschaft in Kopenhagen gegen den Besuch. Dabei riefen sie “Tod Bush, Tod dem Imperialismus”. Sie wurden von einem starken Polizeiaufgebot begleitet, Ausschreitungen blieben aus. Für heute ist eine weitere, große Protestaktion vor dem Fredensborg-Palast geplant. Die Behörden rechnen mit bis zu 10.000 Teilnehmern. 56 % der Dänen halten Bush nach einer Umfrage für einen schlechten Präsidenten.