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G-8 setzen Beratungen trotz Anschlägen fort

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G-8 setzen Beratungen trotz Anschlägen fort

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Geschockt von den Anschlägen in London setzen die Staats- und Regierungschefs der G-8 ihren Gipfel im schottischen Gleneagles fort. So wollen sie ihre Entschlossenheit demonstrieren, sich nicht durch den Terrorismus bezwingen zu lassen. In der Frage der Terrorismusbekämpfung zeigten sie sich einig.

Der italienische Ministerpräsident Silvio Berlusconi forderte vom Gipfel Taten: “Konkrete und unverzügliche Maßnahmen sind das Zeichen unseres Willens, den Terrorismus zu bekämpfen”, sagte Berlusconi. Italienische Sicherheitsexperten gehen davon aus, daß das Land als nächstes wegen seines Engagements im Irak in die Schusslinie geraten wird. “Mir müssen wachsam sein und wir müssen uns bewußt sein, daß wir verwundbar sind”, mahnte Berlusconi. Der russische Präsident Wladimir Putin beklagte die mangelnde Zusammenarbeit: W“as heute geschah, beweist, daß wir alle zu wenig tuen, um gemeinsam gegen den Terrorismus vorzugehen”, sagte Putin. Der deutsche Bundeskanzler Gerhard Schröder warnte davor, über die Anschläge nicht die eigentlichen Probleme zu vergessen. Schröder sagte, die Terroristen hätten ganz offensichtlich das Ziel verfolgt, zu verhindern, daß sich der Gipfel mit wichtigen Themen wie der Bekämpfung von Hunger und Armut sowie dem Klimawandel befasse. “Alles Themen, die insbesondere die Länder der Dritten Welt in besonderer Weise angehen.” In einer gemeinsamen Erklärung verurteilten die Staats- und Regierungschefs die Anschläge als “barbarischen Akt”.