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EU-Kommission will mehr Tariftransparenz bei Auslandsgesprächen mit dem Handy

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EU-Kommission will mehr Tariftransparenz bei Auslandsgesprächen mit dem Handy

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Im Urlaub mit den Handy telefonieren – das kann teuer werden. Pünktlich zur Ferienzeit warnt die Europäische Kommission deshalb die Kunden vor bösen Überraschungen, und sie ergreift Initiative, um ihnen mehr Durchblick bei den so genannten Auslandsroaming-Gebühren zu verschaffen. Vom Herbst an wird sie auf einer speziellen Web-Seite verschiedene Tarifbeispiele der Betreiber veröffentlichen – um den Wettbewerb anzukurbeln.

Der Sprecher von Medien-Kommissarin Viviane Reding: “Eine Branche mit echter Konkurrenz sollte den Verbrauchern das Auslandsroaming als attraktiven Dienst anbieten und nicht als Ärgernis. Damit werden wir uns sicherlich noch befassen. Bislang sehen wir keine Regulierung vor. Wir hoffen, dass die Branche mit einem kleinen Anstoß und einer strikten Transparenz-Initiative selbst ihre Arbeit macht und erkennt, dass man den Kunden besser einen Service anbietet, als ihnen anzuraten, das Handy bei Auslandsreisen auszuschalten.” Mit dem Auslandsroaming können die Kunden auch im Ausland mit ihrer heimischen Handynummer telefonieren und sich anrufen lassen. Dafür müssen die Anbieter einen Vertrag mit den Netzbetreibern im jeweiligen Land abschließen. Doch bei der Weiterleitung der Gespräche gibt es drastische Preisunterschiede: Laut Kommission kostet die Minute zwischen gut einem halben Euro und über fünf Euro – ihrer Meinung nach ungerechtfertigt und zu teuer. Die neue Tarifseite im Internet soll dem abhelfen. Wegen zu hoher Roaming-Gebühren hatte die Kommission schon T-Mobile und Vodafone verwarnt.