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Frankreich droht Milliarden-Strafe wegen mangelnder Fischerei-Kontrollen

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Frankreich droht Milliarden-Strafe wegen mangelnder Fischerei-Kontrollen

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Wegen unzulänglicher Kontrolle seiner Fischer riskiert Frankreich, an diesem Mittwoch vom Europäischen Gerichtshof in Luxemburg zur größten Geldstrafe verurteilt zu werden, die je über einen Mitgliedsstaat verhängt wurde. Es geht insbesondere um die Überprüfung der Engmaschigkeit der Netze und der Mindestgröße der verkauften Fische, um die Bestände der Jungfische zu wahren. Schon 1991 hatte der Gerichtshof die Franzosen wegen unzureichender technischer Kontrollen verurteilt, im folgenden Jahrzehnt hatte die Europäische Kommission Frankreich zweimal wegen mangelnder Umsetzung der Auflagen abgemahnt. Nun droht den Franzosen eine Geldstrafe von über 300.000 Euro pro Tag, wenn das Gericht den Forderungen der Kommission folgt – das wäre gut eine Milliarde Euro Strafe für den gesamten Zeitraum.