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Kirgisien fordert Abzug amerikanischer Truppen

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Kirgisien fordert Abzug amerikanischer Truppen

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Das sagte der neu gewählte Präsident Kurmanbek Bakijew in der Hauptstadt Bischkek. Einen konkreten Abzugstermin für die Soldaten vom US-Luftwaffenstützpunkt nannte er jedoch nicht. Vom Flughafen Manas bei Bischkek aus versorgen etwa 1000 US-Soldaten ihre in Afghanistan stationierten Kameraden: “In Afghanistan stabilisiert sich die Lage, es gab Parlaments- und Präsidentschaftswahlen. Desjalb ist es legitim zu fragen, wie lange eine weitere Stationierung der US-Armee in Kirgisien sinnvoll ist”, sagte er. Bakijews Ankündigung kommt nicht von ungefähr. Erst in der vergangenen Woche hatten die Führer mehrerer zentralasiatischer Republiken erstmals die gleiche Forderung gestellt. Die USA hatten ihre Soldaten nach den Anschlägen vom 11. September 2001 dorthin entsandt, eigentlich auf Dauer.

Der frisch gewählte kirgisische Präsident scheint sich jetzt jedoch eher auf die Seite Russlands zu schlagen, das hier ebenfalls eine Luftwaffenbasis unterhält. Dafür spricht seine Ankündigung für eine engere wirtschaftliche Zusammenarbeit mit Russland. Im Wahlkampf hatte Bakijew versprochen, Armut und Korruption zu bekämpfen. Die 5,2 Millionen Einwohner verfügen nur über ein jährliches Pro-Kopf-Einkommen von 240 Euro. Die Basis der Wirtschaft bildet die Landwirtschaft.