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Kompromiß in Doha-Handelsgesprächen in Sicht

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Kompromiß in Doha-Handelsgesprächen in Sicht

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In die festgefahrenen Handelsgespräche der Doha-Runde kommt offenbar Bewegung. Beim WTO-Ministertreffen im nordostchinesischen Dalian zeichnete sich ein Kompromiss in der Frage der umstrittenen Agrarsubventionen ab. Eine Gruppe von 20 Entwicklungsländern unter der Führung von Brasilien und Indien brachte den Vorschlag von einheitlichen Senkungen von Importzöllen ins Spiel. Der US-Vertreter äußerte sich zu dem Kompromiss positiv. Ermutigende Signale kamen auch aus der EU-Delegation. Ohne auf Einzelheiten einzugehen erklärte EU-Handelskommissar Peter Mandelson, auf allen Seiten sei die Bereitschaft zum Kompromiss vorhanden. Allerdings seien Fortschritte nur möglich, wenn sich alle gleichermaßen bewegten. Es mache die Sache einfacher, wenn alle zu substanziellen Zugeständnissen bereit seien. Bis zur WTO-Ministerkonferenz im Dezember soll eine Balance zwischen den verschiedenen Interessen von Industriestaaten und Entwicklungsländern gefunden werden. Erst dann kann die Doha-Runde mit einem umfassenden Handelsabschluss beendet werden.