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Hartz verlässt Volkswagen - Aufsichtsratspräsidium nimmt Rücktritt an

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Hartz verlässt Volkswagen - Aufsichtsratspräsidium nimmt Rücktritt an

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Im Zuge der Schmiergeldaffäre bei Volkswagen ist der Abschied von Personalvorstand Peter Hartz beschlossene Sache. Das vierköpfige Präsidium des Aufsichtsrats nahm das Rücktrittsangebot des 63jährigen an. Die Entscheidung fiel einstimmig. Der niedersächsische Ministerpräsident Christian Wulf erklärte, eine Abfindung gebe es nicht. Hartz hatte die Verantwortung für Unregelmäßigkeiten einzelner Mitarbeiter übernommen. Wann er sein Amt an einen Nachfolger übergibt, steht noch nicht fest.

Weiteres wichtige Thema bei VW war, wie der Konzern die schwere Krise überwinden will. Die Volkswagen-Gruppe produziert pro Jahr etwa fünf Millionen Fahrzeuge, wurde seit Jahren aber immer unrentabler. So gingen die Nettogewinne von vier Milliarden Euro im Jahr 2000 auf nur noch 716 Millionen Euro im vergangenen Jahr zurück. Umfangreiche Einsparungen, eine Qualitätsverbesserung und eine innerbetriebliche Strukturreform sollen VW wieder auf den Wachstumspfad bringen. Wie der Konzern vor Analysten erläuterte, müssen sich führende VW-Manager künftig an dem Erreichen von Qualitätszielen in Entwicklung und Produktion messen lassen. So sollen dreijährige Ziele in Entwicklung und Produktion aufgestellt werden, die das Führungspersonal zu erreichen haben. Nur dann erhalten die Manager einen entsprechenden Bonus.