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Hurricanes drücken auf den Ölpreis - Weltverbrauch steigt langsamer

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Hurricanes drücken auf den Ölpreis - Weltverbrauch steigt langsamer

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Nach dem Hurricane Dennis befürchtet die Ölindustrie weitere Schäden durch den Sturm Emily. Dieser bewegt sich derzeit auf die Karibikinsel Barbados zu. Wegen der Wetterlage und der damit verbundenen Förderstörungen zog der Ölpreis wieder an. Dennoch wird der weltweite Ölverbrauch nach Einschätzung der Internationalen Energie-Agentur in diesem Jahr nicht so stark steigen wie ursprünglich angenommen. Die Agentur senkte ihre Prognose um 410.000 Barrel auf 83.9 Millionen Barrel täglich. Für 2006 rechnet sie Agentur mit einer Nachfrage von 85,6 Millionen Barrel.

BP-Vorstandschef John Browne erwartet mittelfristig mit einem weiteren Anstieg. Dabei werde es immer wieder auch zu leichten Abwärtsbewegungen kommen, die zyklisch auftreten. Gleichzeitig werde die Fördertechnologie weiterentwickelt. Aber dies brauche seine Zeit, um wirksam zu werden. Hauptgrund für die galoppierende Nachfrage ist der Wirtschaftsboom Chinas. Die Volksrepublik konsumierte allein im vergangenen Jahr 15 Prozent mehr als im Jahr davor. Dies führte bei Spitzenproduzenten wie Saudi-Arabien oder Venezuela dazu, daß diese mit der Förderung kaum noch nachkamen. Die Folge an den Ölmärkten war ein Preisanstieg von etwa 40 Prozent seit Jahresbeginn. Am Mittwoch kostete das Barrel der Nordseesorte Brent etwas weniger als 59 Dollar. Das Texas-Öl WTI wurde mit knapp 61 Dollar gehandelt.