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Italien will sich vor möglichen Terroranschlägen schützen

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Italien will sich vor möglichen Terroranschlägen schützen

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Nach den Anschlägen von London geht auch in Italien die Angst um. Das Land gilt als mögliches Terror-Ziel, da es die USA bei ihrem Einsatz im Irak unterstützt hatte. Innenminister Giuseppe Pisanu präsentierte am Dienstag vor der Abgeordnetenkammer ein Maßnahmenpaket gegen den Terrorismus. Unter anderem plant Pisanu eine stärkere Internet-Überwachung und die raschere Abschiebung verdächtiger Ausländer. “Nach den Anschlägen von Madrid und London müssen wir sagen, dass der Terrorismus auch an Italiens Tür klopft”, sagte Pisanu, “ebenso wie an die Tür anderer europäischer Länder.” Daher, so Pisanu, müsse man alles tun, um die Sicherheit der Italiener zu gewährleisten.

Nicht nur die Politiker, auch die Bürger in Italien sind beunruhigt. Zu deutlich stehen vielen von ihnen noch die Bilder aus London vor Augen. “Ich benutze die öffentlichen Verkehrsmittel wie sonst auch”, sagt eine Passantin, “denn andernfalls würde ich panisch reagieren und nichts mehr tun. Ich lebe weiter wie früher und hoffe, dass alles gutgeht.” Eine andere Italienerin ist weniger optimistisch: “Früher oder später wird es hier geschehen, denn unsere Truppen sind im Irak und ich denke, das passiert in jedem Land, das Truppen im Irak hat.” Die Ängste sind nicht unberechtigt: Im Internet wurden bereits Warnungen an die Adresse Italiens veröffentlicht.