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Alarmbereitschaft in Israel - Zehntausende wollen in Gazastreifen marschieren

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Alarmbereitschaft in Israel - Zehntausende wollen in Gazastreifen marschieren

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Höchste Alarmbereitschaft für die israelischen Sicherheitskräfte im Grenzgebiet zum Gazastreifen – die Gegner des Gaza-Abzugsplans setzen ihre Proteste fort. Beim Versuch, ihren Protestzug in den Gazastreifen wieder aufzunehmen, wurden die rund 50 000 Demonstranten von einem massiven Aufgebot an Sicherheitskräften gestoppt. Ziel des Marsches, der am Montagabend in der israelischen Stadt Netivot begonnen hatte, ist der Siedlungsblock Gush Katif. Die Polizei kreiste die Menschen ein, die Nacht in einer Ortschaft in der Negev-Wüste verbracht hatten. Es kam zu kleinen Rangeleien mit den Sicherheitskräften – gewaltsame Zwischenfälle gab es jedoch nicht. Die Abzugsgegner hatten zuvor immer wieder betont, der Protest werde gewaltfrei vonstatten gehen.

Die Polizei kündigte an, sie wolle das Vorhaben mit allen Mitteln verhindern – die Regierung stellte rund 20 Tausend Einsatzkräfte ab. Der Marsch richtet sich gegen die Räumung von insgesamt 25 jüdischen Siedlungen im Gazastreifen und im nördlichen Westjordanland, die Mitte August beginnen soll. Die Behörden hatten die Aktion untersagt, weil bis dahin nur noch in das Gebiet reisen darf, wer dort wohnt.