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EU-Kommission empfiehlt schärfere Sprengstoff-Überwachung

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EU-Kommission empfiehlt schärfere Sprengstoff-Überwachung

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Unter dem Schock der Anschläge in London schlägt die Europäische Kommission strengere Kontrollen für Sprengstoff und anderes bombentaugliches Material vor.

Der Verkauf solcher Substanzen, darunter auch Düngemittel, soll genehmigungspflichtig und Lagerbestände sowie Transportwege genau überwacht werden. Der Kommission empfiehlt die Vernichtung der riesigen militärischen Sprengstofflager in Mittel- und Osteuropa und eine Änderung der Düngemittelverordnung, da auch Ammoniumnitrat dem Bombenbau dienen kann. “Wir schlagen vor, den Kauf von Ammoniumnitrat-Dünger zu kontrollieren. Dieser Dünger sollte nur noch an autorisierte Personen und zu landwirtschaftlichen Zwecken verkauft werden. Die Verkäufer sollen verdächtige Transaktionen sofort mitteilen”, so der Sprecher von Justiz-Kommissar Franco Frattini. Zur leichteren Sicherstellung explosiven Materials schlägt die Kommission vor, in kommerziellen Sprengstoff Substanzen zur besseren Erkennbarkeit zu mischen. Angesichts der fehlenden Grenzkontrollen in den Schengenstaaten regt sie an, der Polizei dort größere Handhabe bei der Verfolgung organisierter Verbrecher zu lassen, wie etwa gemeinsame Patrouillen und Observierungen, gemeinsame Risikobewertungen und ein engerer Datenaustausch. Zusammen mit der Industrie, Europol, den Mitgliedsstaaten und Experten will sie zudem einen Plan für mehr Sicherheit in Bezug auf Sprengstoff und Schusswaffen ausarbeiten.