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Israelisches Militär geht gegen radikale Siedler vor

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Israelisches Militär geht gegen radikale Siedler vor

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Nur wenige Kilometer vor der Grenze zum Gazastreifen hat es am späten Abend heftige Zusammenstöße zwischen Sicherheitskräften und radikalen Siedlern gegeben. Insgesamt 20.000 Sicherheitskräfte und Soldaten versuchten durch eine Menschenkette, ihre Landsleute daran zu hindern, sich weiter der Grenze im Süden zu nähern. Die Siedler wollen zum Siedlungsblock Gush Katif marschieren. Sie protestieren gegen den geplanten Rückzug aus dem Gazastreifen, der nächsten Monat beginnen soll. Nach israelischen Medienberichten einigten sich der israelische Minister für Öffentliche Sicherheit, Gideon Ezra, die Polizei und Vertreter des Siedlerrats in der Nacht, den Protestmarsch die Nacht über auszusetzen.

Die Siedler hatten sich am frühen Abend in Netivot, im Süden Israels rund 25 Kilometer vom Gazastreifen entfernt, versammelt. Bis zur Nacht hatten sie Kfar Maimon erreicht, das nur noch fünf Kilometer von der Grenze entfernt ist. Die Zahl der Teilnehmer lag je nach Angaben zwischen 30.000 und 50.000. Viele Siedler hatten ihre ganze Familie mitgebracht, darunter auch Kleinkinder.