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Taifun bedroht chinesische Küste, Hurrican nimmt Kurs auf Texas

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Taifun bedroht chinesische Küste, Hurrican nimmt Kurs auf Texas

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Mit Windgeschwindigkeiten von rund 120 Stundenkilometern ist der Taifun “Haitang” am Dienstag auf die chinesische Küste zugerast, begleitet von sintflutartigen Regenfällen. Fünftausend Einsatzkräfte waren in Alarmbereitschaft. Die Flüge in der Region wurden gestrichen, die Behörden riefen rund 17.000 Fischerboote und Handelsschiffe in die Häfen zurück. In einigen Städten fiel die Elektrizität aus. Rund eine Million Menschen aus den Küstenregionen wurden im Landesinneren in Sicherheit gebracht. Besonders betroffen sind die Provinzen Zhejang und Fujiang. Allerdings scheint Haitang ein wenig schwächer zu werden – das meteorologische Institut in Taiwan bezeichnet ihn nur mehr als “moderaten Taifun”.

Gestern war der Sturm mit Spitzengeschwindigkeiten von bis zu 270 Stundenkilometern über Taiwan hinweggefegt. Sechs Menschen starben, mindestens 30 wurden verletzt. Außerdem verursachte der Taifun auf der Insel Sachschäden im Wert von umgerechnet 34 Millionen Euro. Mehr als eine Million Haushalte waren ohne Strom, Schulen, Behörden und Finanzmärkte blieben geschlossen. Auch für Dienstag und Mittwoch rechneten die Meteorologen in Taiwan mit schweren Regenfällen und heftigen Windböen. Der Hurrikan “Emily” hat unterdessen nach seinem Zug über die mexikanische Halbinsel Yucatan Kurs auf Nordmexiko und den US-Bundesstaat Texas genommen. Zwar hat “Emily” in der Nacht ewas an Kraft verloren, Experten gehen jedoch davon aus, dass der Hurrikan im Lauf des Tages wieder stärker wird. In Mexiko richtete “Emily” nach bisherigen Berichten nur verhältnismäßig wenig Schäden an – vor allem Bäume und Strommaste wurden von den Sturmböen umgeknickt. Die Aufräumarbeiten in der Region waren am Dienstag in vollem Gang.