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Waldbrände in Spanien - Polizei verhört mögliche Verursacher

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Waldbrände in Spanien - Polizei verhört mögliche Verursacher

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Die Ausflügler hatten trotz eines Verbots gegrillt. Einer von ihnen räumte ein, das Grillfeuer angezündet zu haben. Er muss mit einer Anklage wegen fahrlässiger Brandstiftung und mindestens fünf Jahren Haft rechnen. Alle hatten sich den Behörden gestellt.

Unterdessen breiteten sich die Walbrände nahe Guadalajara in Zentralspanien in der Nacht weiter aus. Nach Medienberichten wurden rund 150 Einwohner eines nahegelegenen Dorfes vorsorglich in Sichrheit gebracht. Die Flammen erreichten inzwischen auch den Naturschutzpark Alto Tajo. Ein zweiter Walbrand brach zudem in der Nähe von Barcelona aus. Insgesamt wurden 400 Menschen, die Hälfte davon Kinder, evakuiert. Fünf Feuerwehrleute wurden verletzt. Insgesamt zerstörten die Flammen bereits mehr als 12.000 Hektar Kiefernwald. Mehr als 100 Feuerwehrleute versuchen nach wie vor die Brände einzudämmen. Derweil versuchen Gerichtsmediziner weiter die 11 am Sonntag getöteten Forstarbeiter zu identifizieren. Ihre Körper sind bis zur Unkenntlichkeit verbrannt. Die freiwilligen Helfer waren während der Löscharbeiten vom Feuer eingekesselt worden. Ihre Angehörigen werfen den Behörden vor, nicht schnell genug gehandelt zu haben.