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Israel: Abzugsgegner wollen weitermarschieren

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Israel: Abzugsgegner wollen weitermarschieren

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Die Gegner des israelischen Abzugs aus dem Gazastreifen wollen ungeachtet eines Verbots zur jüdischen Siedlung Gusch Katif marschieren. In der Nacht harrten Zehntausende Demonstranten in der Ortschaft Kfar Maimon in der Negev-Wüste aus. Dort hatten sie Sicherheitskräfte am Dienstag umstellt, um ihren Marsch Richtung Gazastreifen zu stoppen. Das israelische Parlament lehnte mit deutlicher Mehrheit eine Verschiebung des für Mitte August geplanten Abzugs aus dem Gazastreifen ab.

Ein Sprecher der Abzugsgegner sagte: “Leider hat uns der israelische Ministerpräsident gegen die Regeln der Demokratie hier festgesetzt – und das mitten in Israel. Es ist ein weiter Marsch bis Gush Kativ, aber er wird ihn nicht verhinden können. Anführer der israelischen Siedlerorganisationen erklärten den Protestmarsch unterdessen für beendet. Medienberichten zufolge riefen die Siedlervertreter die Mehrheit der Demonstranten dazu auf, ihren Marsch in den Gazastreifen abzubrechen. Um weitere Zusammenstöße mit den Sicherheitskräften zu vermeiden, solle nur eine kleine Gruppe die Kundgebung fortsetzen. Die israelische Polizei ist bereits seit Wochenbeginn in höchste Alarmbereitschaft versetzt. Ein Sprecher kündigte an, den Marsch der Abzugsgegner nach Gusch Katif im südlichen Gazastreifen mit allen Mitteln zu verhindern. Nach einer mehrtägigen Kraftprobe wollen die rivalisierenden Palästinensergruppen Hamas und Fatah ihre Kämpfe in der Stadt Gaza beenden. Wie Anführer beider Gruppen in der Nacht zum Mittwoch mitteilten, sollen alle Feindseligkeiten eingestellt werden. Der Konflikt hatte begonnen, als Polizisten Hamas-Kämpfer daran hindern wollten, Granaten und Raketen auf israelische Ziele zu feuern.