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Rumänischer Regierungschef will doch im Amt bleiben

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Rumänischer Regierungschef will doch im Amt bleiben

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Der rumänische Ministerpräsident Calin Tariceanu tritt nun doch nicht zurück. In einer Fernsehansprache erklärte er, aufgrund der verheerenden Überschwemmungen im Land könne er diesen Schritt nicht tun. “Jetzt, wo die Natur das Land heimgesucht hat, wäre ein Rücktritt eine Feigheit”, sagte er. Aus diesem Grunde werde er das Parlament am Donnerstag bitten, ihm das Vertrauen auszusprechen. Kurz vor der Flutkatastrophe hatte Tariceanu zum wiederholten Male mit seinem Rücktritt gedroht, den er eigentlich am Dienstagoffiziell verkünden wollte. Grund dafür war, dass das von den oppositionellen Sozialisten dominierte Verfassungsgericht eine von der Regierung vorgelegte Justizreform blockiert hatte. Am Montag hatte EU-Erweiterungskommissar Olli Rehn den Ministerpräsidenten gewarnt. Wenn Rumänien aufgrund der innerpolitischen Krise die nötigen Reformen nicht rechtzeitig auf den Weg bringen werde, könnte der EU-Beitritt des Landes nach hinten verschoben werden. Nach den schweren Überschwemmungen sinkt der Wasserstand allmählich. Die Zahl der Toten stieg auf 23. Díe Polizei hatte zwei weitere männliche Leichen in Dörfern im Osten des Landes gefunden.