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Vergebliche Proteste: Israels Abzug aus dem Gazastreifen wird nicht verschoben

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Vergebliche Proteste: Israels Abzug aus dem Gazastreifen wird nicht verschoben

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Der Protestmarsch jüdischer Siedler zur Ortschaft Gush Kativ im Gazastreifen ist beendet. In der Nacht hatten Sicherheitskräfte die Demonstranten gestoppt, und sie umstellt. Die Anführer der Siedlerorganisationen lösten die Kundgebungar Mittwoch offiziell auf – auch weil viele Teilnehmer an ihre Arbeitsplätze oder in ihre Haushalte zurückkehren müssten, hieß es.

Die Proteste der Siedler blieben vergebens: Das israelische Parlament lehnte eine Verschiebung der geplanten Räumung jüdischer Siedlungen ab. Für Ministerpräsident Ariel Sharon bedeutet dies, dass er die letzte Hürde in der parlamentarischen Auseinandersetzung um sein Vorhaben genommen hat. 69 Abgeordnete stimmten gegen eine Verschiebung des Abzugs auf das kommende Jahr, 41 dafür, zwei Parlamentarier enthielten sich der Stimme. Am 17. August soll mit der Auflösung der 21 jüdischen Siedlungen im Gazastreifen begonnen werden. Unterdessen setzte nur mehr eine kleine Gruppe von Demonstranten die Kundgebung fort – so wollten die Organisatoren auch weitere Zusammenstöße mit den Sicherheitskräften verhindern. Die Polizei hatte den Marsch untersagt, da die Einreise von Israelis in den Gazastreifen einen Monat vor dem Abzug bereits verboten ist.