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Israel: Abzugsgegner ziehen ab

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Israel: Abzugsgegner ziehen ab

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Nach tagelangen Demonstrationen haben die Gegner des geplanten israelischen Abzugs aus dem Gazastreifen ihre Proteste weitgehend beendet. Rund 20.000Siedler und Protestgruppen verließen Kfar Maimon in der Negev-Wüste. Nur wenige hundert Demonstranten durften in der Ortschaft am Rande des Gazastreifens zurückbleiben. Zuvor hatte die Polizei alle Versuche der Demonstranten vereitelt, zur größten jüdischen Siedlungsanlage Gusch Katif im Gazastreifen vorzudringen.

Vor einigen Tagen hatte sich ein Protestzug unter Führung hochrangiger Rabbiner in Bewegung gesetzt. An einem Tor im Westen von Kfar Maimon wurde der Marsch von Sicherheitskräften gestoppt. Die Siedlerführer forderten die Demonstranten daraufhin auf, auf anderen Wegen in den Gazastreifen zu gelangen. Die Polizei nahm 250 Abzugsgegner beim Übergang Kissufim fest. Einige hätten begonnen einen Sperrzaun zu durchtrennen. Am Mittwoch hatte sich der israelische Ministerpräsident Ariel Scharon im Parlament mit seinem Abzugsplan behauptet. Eine deutliche Mehrheit der Abgeordneten stimmte gegen einen Aufschub des Abzugs, der am 17. August beginnen soll. Nur 41 von 120 Parlamentariern votierten für eine Verschiebung, der Rest enthielt sich der Stimme oder war abwesend. Scharon begrüßte die Entscheidung der Knesset: “Dies ist ein Beweis, dass die Regierung, das Parlament und die Öffentlichkeit den Abzug unterstützen.”