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Jüdische Siedler geben Portestmarsch auf

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Jüdische Siedler geben Portestmarsch auf

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Der Protest gegen den Abzug aus dem Gazastreifen ist erst einmal beendet, doch aufgegeben haben die israelischen Demonstranten noch nicht. Tausende jüdische Siedler demonstrierten bis zum späten Mittwochabend trotz Polizeiverbots und trotz des offiziellen Endes ihrer Protestaktion weiter. In Kfar Maimon, das sich rund 10 Kilometer östlich vom Gazastreifen befindet und komplett von Sicherheitskräften umstellt war, versuchten sie, einen neuen Marsch in Richtung jüdische Siedlungen in Bewegung zu setzen. Als sie schließlich kein Weiterkommen sahen, zogen sich die meisten Demonstranten zurück. Sie hatten drei Tage in dem Wüstenrot ausgeharrt. Einige hundert blieben.

Die Regierung bewies am Nachmittag Entschlossenheit in ihrem Vogehen: Eine Mehrheit von 69 der 120 Abgeordneten der Knesset stimmte gegen einen Aufschub des Abzuges. Ministerpräsident Ariel Scharon nahm damit am Nachmittag die letzte Hürde in der parlamentarischen Auseinandersetzung um seinen Räumungsplan. Demnach soll die Räumung der 25 jüdischen Siedlungen im Gazastreifen am 17. August beginnen. Nach dem vorläufigen Ende ihrer großangelegten Protestaktion riefen die Siedlerführer nun dazu auf, später auf anderen Wegen in den Gaza-Streifen zu gelangen. Von einem Ende der Demonstrationen kann also noch keine Rede sein. Auch im Westjordanland spitzte sich die Lage durch einen tödlichen Zwischenfall zu. Jugendliche israelische Siedler töteten dort einen 13jährigen Palästinenser durch Messerstiche.