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London: Vier kleinere Bombenexplosionen - Panik in der Underground

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London: Vier kleinere Bombenexplosionen - Panik in der Underground

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Zwei Wochen nach den Selbstmordanschlägen in London sind in der britischen Hauptstadt erneut vier Bomben detoniert. Der Londoner Polizeichef Sir Ian Blair bestätigte, dass in drei U-Bahnen und einem Bus Sprengsätze explodiert sind. Die Bomben seien anscheinend recht konventionell gewesen. Es habe sich um kleinere Sprengsätze gehandelt, von denen einige nicht richtig losgegangen seien, sagte er. Die Zahl der Verletzten sei gering. Trotzdem sprach der Polizeichef von einem sehr schwer wiegenden Zwischenfall. Er forderte die Bevölkerung auf, Ruhe zu bewahren.

Die neuen Anschläge brachten den Verkehr in der britischen Hauptstadt teilweise zum erliegen. Zahlreiche U-Bahnstationen wurden vorübergehend evakuiert und scharenweise in Panik geratene Fahrgäste aus den Waggons geholt. Scotland Yard fand nach eigenen Angaben nach den Detonationen keine Spuren chemischer Substanzen. Bei den schwachen Explosionen wurde nach Medienberichten möglicherweise einer der Täter verletzt. Dafür würde sprechen, dass das Krankenhaus, in das der Verletzte gebracht wurde, anschließend von der Polizei abgesperrt wurde. Verschiedene Zeugen aus der U-Bahn berichteten in der Nähe der Station Warren Street sei ein Rucksack explodiert. Es habe einen lauten Knall und anschließende Rauchentwicklung gegeben. Zahlreichen Menschen seien in Panik geflohen. Auch das Regierungsviertel Whitehall wurde kurzzeitig abgesperrt. Dort gab es am Nachmittag einen lauten Knall. Anschließend nahm die Polizei in der Nähe der Downing Street vor laufenden Kameras einen Mann fest. Medienberichten zufolge sei es später noch zu zwei weiteren Festnahmen gekommen. Vor zwei Wochen waren bei den Selbstmordanschlägen vom 7. Juli in drei Londoner U-Bahnen und einem Bus 56 Menschen ums Leben gekommen, etwa 700 wurden verletzt.