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Al-Qaida-nahe Gruppe will Anschläge gestern in London verübt haben

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Al-Qaida-nahe Gruppe will Anschläge gestern in London verübt haben

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Die Nervosität wächst in Großbritanniens Hauptstadt. Für die Anschlagsserie von gestern hat inzwischen im Internet eine Al-Qaida-nahe Gruppe die Verantwortung übernommen. Sie kündigte weitere Attentate an, solange ausländische Sicherheitskräfte im Irak stationiert seien.

Die Ermittler untersuchen derweil die vier Bomben, die gestern wegen fehlerhafter Verbindung zum Zünder nicht explodierten, auf digitale Fingerabdrücke und DNA-Spuren. Laut einem britischen Zeitungsbericht glaubt die Londoner Polizei, dass hinter den Anschlägen vom Donnerstag der selbe Bombenbauer steckt wie vor zwei Wochen. Scotland Yard soll gewusst haben, dass diese Woche ein neuer Anschlag bevorstand, habe aber nicht Ort und Zeit ermitteln können. Noch versuchen viele, die Serie mit ihrem sprichwörtlichen Humor zu nehmen: “Es ist beängstigend, aber es ist wahrscheinlicher, überfahren zu werden als in so einen Anschlag zu geraten. Es macht Angst, aber damit muss man sich abfinden,” meint ein Pendler. “Wir müssen so weiter leben wie bisher – aber vielleicht erst nach einer starken Tasse Kaffee.” Gestern waren an drei Londoner U-Bahnhöfen und in einem Bus im Osten der Stadt vier Sprengsätze in Rucksäcken deponiert worden. Drei Zünder explodierten, nicht aber der Sprengstoff, eine Bombe funktionierte überhaupt nicht. Eine Frau wurde leicht verletzt. Augenzeugen wollen gesehen haben, wie die Täter flüchteten. Anders als bei den Anschlägen vom 7. Juli haben die Ermittler diesmal die vier intakten Bomben und die Rucksäcke, in denen sie versteckt waren.