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Kritik am Vorgehen von Scotland Yard

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Kritik am Vorgehen von Scotland Yard

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In London sind zahlreiche Brasilianer auf die Straße gegangen, um gegen die Todesschuesse auf Jean Charles Menezes demonstrieren. Sicherheitskräfte hatten ihn letzten Freitag versehentlich fuer einen Terrorverdaechtigen gehalten und getötet. Es gab Proteste vor dem Tatort, der U-Bahn-Station Stockwell, und vor dem Sitz von Scotland Yard. Der brasilianische Außenminister Celso Amorim wollte den Zwischenfall während einer internationalen Konferenz mit seinem britischen Kollegen Jack Straw besprechen. Die brasilianische Regierung und Öffentlichkeit seien geschockt, weil eine friedliche und unschuldige Person getötet wurde. Die Polizei gab bekannt, im Notfall trotzdem weiter auf Terrorverdächtige zu zielen. Scotland Yard-Chef Ian Blair sagte, dass seine Behörde die volle Verantworung für den Zwischenfall übernehme. Er machte aber gleichzeitig deutlich, dass die drohende Gefahr von Selbstmordattentaten eine solche Praxis erforderte. Währenddessen läuft die Fahndung nach den Verantworltichen der fehlgeschlagenen Attentate weiter auf Hochtouren. Kriminaltechniker sind dabei, die Bomben zu untersuchen. Denn es gibt Spekulationen, dass der Sprengstoff der gleiche ist, der bei den ersten Attentaten am 7. Juli verwendet wurde.