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Irakischer Verfassungsausschuss kann wieder arbeiten - Attentate in Bagdad

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Irakischer Verfassungsausschuss kann wieder arbeiten - Attentate in Bagdad

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Die Arbeit an der irakischen Verfassung kann fortgesetzt werden: Die vier sunnitischen Mitglieder des Ausschusses erklärten, sie würden wieder an den Beratungen teilnehmen – allerdings forderten sie verstärkte Sicherheitsmaßnahmen. Vergangene Woche hatten die Sunniten das Gremium verlassen, nachdem sunnitische Ausschussmitglieder von Unbekannten erschossen worden waren.

Unterdessen wurde die irakische Hauptstadt Bagdad erneut von Anschlägen erschüttert. Bei der Explosion einer Autobombe vor einem Hotel kamen mindestens 12 Iraker ums Leben. Nach ersten Angaben soll es sich bei den Opfern um Wachpersonal des Gebäudes handeln. In dem Hotel logierten unter anderem Mitarbeiter ausländischer Sicherheitsdienste. Ein weiterer Sprengsatz detonierte vor dem Hauptquartier der irakischen Nationalgarde – dabei starben nach offiziellen Angaben mindestens zwei Soldaten. Fortschritte scheint es indessen im Verfahren gegen Saddam Hussein zu geben. Laut Untersuchungsrichter Raed Jouhi sagte der ehemalige Vizepräsident Taha Yassin Ramadan gegen den Ex-Diktator aus. Außerdem machte Saddam Husseins Cousin Ali Hassan al-Madschid, der für den Tod von 5000 Zivilisten bei einem Gasangriff verantwortlich gemacht wird, eine Aussage, ebenso wie Barsan al-Tikriti, der Halbbruder des ehemaligen irkaischen Diktators.