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Massendemonstrationen gegen philippinische Präsidentin

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Massendemonstrationen gegen philippinische Präsidentin

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In den Philippinen will die umstrittene Präsidentin Gloria Macapagal Arroya offenbar Reformen einleiten. In einer Rede im Parlament sprach sie davon, möglicherweise die Verfassung zu verändern – nach dem Vorbild der USA. Außerdem kündigte sie an, dass die Meinung des Volkes in Zukunft mehr Gewicht bekommen soll. Keine Antwort gab sie allerdings auf die Kritik der Opposition: Arroyo steht seit Wochen unter Druck. Ihr wird Wahlbetrug vorgeworfen. Sie soll bei der Präsidentschaftswahl im vergangenen Jahr das Ergebnis zu ihren Gunsten beeinflusst haben. Die Opposition forderte deswegen ihren Rücktritt, sie beantragte ein Amtsenthebungsverfahren. Dem müssen mindestens ein Drittel der Abgeordneten zustimmen, bis jetzt sind es etwa die Hälfte der erforderlichen Stimmen. Während der Rede im Parlament kam es zu Massenprotesten in Manila. Etwa 40 000 Menschen gingen gegen die Staatspräsidentin auf die Straße.