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Im dritten Anlauf hat es schließlich geklappt.

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Im dritten Anlauf hat es schließlich geklappt.

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Zweimal musste der Start der Weltraumfähre “Discovery” bereits verschoben werden – zuerst Mitte Mai, dann am 13. Juli.

Zuletzt wegen dieser “unerklärlichen Anomalie”, wie die NSAS-Techniker den Fehler nennen, den sie bis heute nicht erklären können. Vier Treibstoffsensoren zeigen die Füllmenge der Tanks an. Sensor 2 zeigte am 13. Juli “leer” – obwohl der Tank voll war.Mehr als 300 mögliche Fehlerquellen haben die Techniker seitdem geprüft.Sie haben den Treibstoff abgelassen, sind in die Tanks gekrochen – nichts!…und dann die freudige Überraschung:Nachdem am Dienstag 6 Stunden vor dem Start die 50 Meter hohen Außentanks mit flüssigem Wasserstoff gefüllt wurden, funktionierten alle vier Sensoren so wie sie sollen.Die US-Raumfähre Discovery hob – wie geplant – um 16h39 MESZ von Cape Canaveral in Florida ab. 2 Minuten später wurden in 45 km Höhe die leeren Treibstoftanks abgeworfen. Nach 8 Minuten schließlich erreichte die Raumfähre ihre vorläufige Reisegeschwindigkeit von 27.000 kmhIn knapp 2 Tagen soll die Raumfähre an der Raumstation ISS andocken, wo die mitgebrachte Fracht schon sehnsüchtig erwartet wird. “Discovery” bringt Wasser und das italienische Versorgungsmodul “Raffaello”.Die wichtigste Aufgabe dieses Fluges ergibt sich aus vorangegangenen Problemen. Nachdem vor zwei Jahren die Fähre “Columbia” wegen beschädigter Hitzekacheln beim Wiedereintritt in die Atmosphäre auseinanderbrach, soll nun die Reparatur im Weltraum geübt werden. Drei solche Arbeitsgänge sind geplant, jeweils 6 Stunden.Die Rückkehr zur Erde ist für den 7. August geplant.