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Siedler räumen Gazastreifen

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Siedler räumen Gazastreifen

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Etappensieg für Ariel Scharon: Zwei Wochen vor dem geplanten Beginn des israelischen Abzugs aus dem Gazastreifen hat ein Teil der jüdischen Siedler mit dem freiwilligen Umzug begonnen. Unterdessen befürchtet die Regierung Scahron, dass die Hälfte der etwa 1 700 Siedlerfamilien nicht zu einem freiwilligen Umzug bereit sei. Die israelische Regierung will Mitte August mit einer Räumung von insgesamt 25 jüdischen Siedlungen im Gazastreifen und im nördlichen Westjordanland beginnen. Siedlern, die nicht in die neugebauten Wohnkomplexe ziehen wollen und Widerstand leisten, will die Regierung einen Teil ihrer staatlichen Entschädigungszahlungen kürzen. Die nun von der Siedlung Nisanit im Gaza-Streifen in die Ortschaft Nitzan bei Aschkalon in der westlichen Negev-Wüste gezogenen Familien beugten sich diesem Druck. Für Dienstag haben die Abzugsgegner erneut zu Demonstrationen gegen das Vorhaben der Regierung Scharon aufgerufen. Die Palästinenser begrüßen den Abzugsplan, fürchten aber, dass Scharon im Gegenzug die meisten Siedlungen im Westjordanland auf Dauer halten behalten will.